MINT-Bildung
Die Abkürzung „MINT“ steht für mathematische, naturwissenschaftliche, technische und informatische Bildung. MINT-Bildung ist ein wesentlicher Bestandteil der Allgemeinbildung. Zudem ist sie eine Voraussetzung dafür, verantwortungsvoll mit den technischen und wissenschaftlichen Möglichkeiten der Gegenwart umzugehen. Für die Entwicklung Jenas besonders als Wissenschafts- und Wirtschaftsregion ist MINT-Bildung von entscheidender Bedeutung.
MINT-Strategie
Um die Herausforderungen des technischen Wandels mitzugestalten, hat der Jenaer Stadtrat in 2016 ein Konzept zur Bildung im Bereich Mathematik, Informatik, Naturwissenschaft und Technik, „MINT-Bildungsregion Jena stärken“, beschlossen. Darin wird ein Statusbericht zu Aktivitäten im Bereich der naturwissenschaftlich-technisch-mathematischen Bildung gegeben. Notwendige personelle und finanzielle Ressourcen wurden für zwölf Maßnahmen für verschiedenen Alters- und Zielgruppen beschrieben. Die Strategie wurde 2024 fortgeschrieben und 2025 vom Jenaer Stadtrat bestätigt. Sie liegt nun als neue Jenaer MINT-Strategie 2025-2028 vor.
witelo - wissenschaftlich-technische Lernorte in Jena
Witelo – wissenschaftlich-technische Lernorte in Jena ist ein Kooperationsverbund zur Förderung der wissenschaftlichen und technischen Bildung für Kinder und Jugendliche in Jena. Witelo sammelt und vernetzt seit 2012 Anbieter der MINT-Bildung in der Stadt. Eltern und andere Interessierte erhalten durch die witelo-Website und in regelmäßig erscheinenden Newslettern Informationen über Initiativen und Projekte der MINT-Bildung und aktuelle Veranstaltungen wie Workshops oder Ferienangebote. Mit witelo-mobil werden mittlerweile auch eigene Arbeitsgemeinschaften zum Experimentieren an Schulen angeboten, Workshopkisten verliehen und mit Schulen unter dem Titel „mach-bar!“ Workshops außerhalb der Schulzeit vorgehalten. Der witelo e.V. ist darüber hinaus auch Träger des Schülerforschungszentrums Jena.
Schülerforschungszentrum
Das Schülerforschungszentrum Jena arbeitet seit 2016 mit Forscherclubs an mehreren Schulen. Eine eigene Forscherwerkstatt befindet sich in der Imaginata. Die Angebote richten sich einerseits an eine breite Gruppe grundlegend interessierter Schülerinnen und Schüler aller Altersklassen. Andererseits bieten die Forscherclubs insbesondere vertiefend interessierten und sehr leistungsbereiten Kindern und Jugendlichen eine fachlich hochwertige Begleitung. Unterstützung und Beratung finden zudem alle, die sich am Wettbewerb „Jugend forscht!“ beteiligen wollen. Das Schülerforschungszentrum ist eine Initiative des Thüringer Ministerium für Bildung, Jugend und Sport und der Stiftung für Technologie, Innovation und Forschung Thüringen (STIFT). Beide Institutionen finanzieren gemeinsam mit der Stadt Jena das Schülerforschungszentrum.
MINT-Bildungsfonds
Der MINT-Bildungsfonds unterstützt Jenaer Initiativen bei der Umsetzung von Projekten zur mathematischen, informatischen, naturwissenschaftlichen und technischen (MINT-)Bildung.
Zielgruppe der Projekte sind Kinder und Jugendliche in Kita, Schule oder im Freizeitbereich. Das Thema MINT muss dabei nicht ausdrücklich im Projekttitel oder im Angebot sichtbar sein. Auch gesellschaftliche oder lebensweltliche Themen sowie Kunst, Kultur oder Sport können als Ausgangspunkt dienen. Entscheidend für eine Förderung ist, dass im Rahmen des Projekts in einem relevanten Maß Kompetenzen oder Wissen in den MINT-Disziplinen vermittelt werden. Dies kann interdisziplinär und fachübergreifend erfolgen.
Für den MINT-Bildungsfonds stehen jährlich insgesamt 25.000 Euro zur Verfügung.
Gefördert werden:
- Projekte in der frühkindlichen, schulischen und außerschulischen Bildung, die Wissen in Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften oder Technik vermitteln,
- MINT-Wettbewerbe im schulischen und außerschulischen Bereich.
Der MINT-Bildungsfonds verfolgt insbesondere folgende Ziele:
- MINT-Kompetenzen von Kindern und Jugendlichen entsprechend ihrer individuellen Vorkenntnisse durch ein breites Spektrum an Einstiegs- und Vertiefungsangeboten fördern,
- neue Zugänge zu MINT-Themen erproben und weitere Zielgruppen für MINT gewinnen,
- die Vernetzung von schulischer und außerschulischer Bildung stärken,
- ein vielfältiges und ausgewogenes Angebot unterschiedlicher Themenbereiche und Formate der MINT-Bildung unterstützen,
- vorbildliche MINT-Bildungsprojekte fördern.
Verfahren
- Grundlage des MINT-Bildungsfonds ist die für freiwillige Zuwendungen geltende Allgemeine Zuschussrichtlinie der Stadt Jena (PDF).
- Die Antragstellung erfolgt über das Zuwendungsportal der Stadt Jena. Hierfür ist eine einmalige Registrierung erforderlich. Informationen zum Zuwendungsportal, zum Antragsverfahren sowie die zuständigen Ansprechpersonen finden Sie hier.
- Über Anträge mit einer Fördersumme bis 1.000 Euro entscheiden die Stadtverwaltung und ein Fachgremium. Über Anträge mit einer Fördersumme von mehr als 1.000 Euro entscheidet der Ausschuss für Schule und Sport des Jenaer Stadtrats auf Grundlage der fachlichen Empfehlung des Gremiums.
- Inhaltliche Beratung zur Antragstellung erhalten Sie bei Stefanie Teichmann (siehe Menü „Kontakt“) sowie bei Dr. Christina Walther, witelo e.V.