Armutsprävention

Die Stadt Jena ist ein angesehener Wirtschafts- und Wissenschaftsstandort. Trotzdem sind die Themen Armut und soziale Ungleichheit für die Stadt relevant, denn von der anhaltenden positiven wirtschaftlichen Entwicklung können nicht alle Menschen in gleichem Maße profitieren. Deswegen hat sich die Stadt Jena für das Projekt "Armutsprävention" beworben, das durch den Europäischen Sozialfonds und den Freistaat Thüringen gefördert wird. Im Mittelpunkt steht die Entwicklung und Umsetzung einer kommunalen Armutspräventionsstrategie.

Projekt Armutsprävention

Das Projekt folgt der Richtlinie über die Gewährung von Zuschüssen aus Mitteln des Europäischen Sozialfonds und des Freistaates Thüringen zur Förderung der Kompetenz lokaler Akteure in der Armutsprävention (Armutspräventionsrichtlinie).

Ziel der Richtlinie ist die Unterstützung der Landkreise und kreisfreien Städte bei der lokalen Entwicklung und qualifizierten Umsetzung von Handlungsstrategien zur sozialen Integration von durch Ausgrenzung bedrohten Bevölkerungsgruppen und zur Bekämpfung individueller Armut insbesondere durch eine bedarfsgerechte Planung der Sozial- und Bildungsinfrastruktur.

Armutspräventionsstrategie der Stadt Jena

Auf der Grundlage statistischer Analysen (Lebenslagenbericht der Stadt Jena 2018) und im Rahmen eines umfassenden Beteiligungsprozesses wurden thematische Handlungsfelder, Ziele und Maßnahmen zur Armutsprävention und Armutsbekämpfung in Jena entwickelt. Zur Überprüfung der Zielerreichung (Evaluation) wird ein datenbasiertes Sozialmonitoring etabliert. Die Erstellung und Umsetzung der Strategie folgt somit dem Steuerungskreislauf des kommunalen strategischen Managements.

Die Handlungsfelder der Armutspräventionsstrategie der Stadt Jena sind:

  • Steuerung, Planung und Information,
  • Ökonomische Situation und Arbeitslosigkeit,
  • Wohnen in Jena,
  • Bildung,
  • Teilhabe von Kindern und Jugendlichen,
  • Teilhabe von älteren Menschen,
  • Migration und
  • Gesundheit.

Sozialberichterstattung

Der Bereich der Sozialberichterstattung umfasst die Erhebung, Aufbereitung und Darstellung von Daten zur sozialen Lage und zum gesellschaftlichen Umfeld bestimmter Zielgruppen. Sie ist an Sozialräumen orientiert, besitzt Personen- und Haushaltsbezug und ermöglicht über die Aufbereitung von Zeitreihen dynamische Analysen (Verlaufsdaten). Durch die Darstellung der Basisindikatoren für die integrierte Sozialberichterstattung wird ein interkommunaler Vergleich ermöglicht.

Zur sozialen Lage der Jenaer Bevölkerung. Lebenslagenbericht der Stadt Jena 2018

Das Ziel des Berichtes besteht darin, die soziale Situation der Bevölkerung in der Stadt Jena darzustellen. Hierbei werden verschiedene Lebenslagendimensionen der Bewohner/-innen auf Basis ausgewählter Indikatoren betrachtet. Zudem erfolgt eine Analyse spezifischer Gruppen, die einem erhöhten Armutsrisiko ausgesetzt sind.

Der Bericht gliedert sich in:

  • eine quantitative Analyse statistischer Daten mit einer Fokussierung auf bestimmte Lebenslagenbereiche,
  • eine Darstellung und Auswertung qualitativer Interviews mit ausgewählten Personengruppen.

Themenschwerpunkte sind:

  • die demographische Entwicklung in der Stadt,
  • Entwicklungen im Bereich des Arbeitsmarktes und Bezieher/-innen von Sozialleistungen,
  • private Verschuldung,
  • Wohnen,
  • Kinder- und Jugendhilfe,
  • Bildung und Betreuung und
  • Gesundheit.
Kombinierte Logos des Europäischen Sozialfonds Thüringen und der Europäischen Union. Unterschrift der Logos. Europa für Thüringen. Europäischer Sozialfonds. Europäische Union. Europäischer Sozialfonds.
Europäischer Sozialfonds

Das Projekt wird durch den Freistaat Thüringen aus Mitteln des Europäischen Sozialfonds gefördert.
 

Kontakte

Name Funktion/Bereich Kontakt
Frau Dr. Konstanze Tenner

Sozialplanung

Team Integrierte Sozialplanung

E-Mail: konstanze.tenner@jena.de

Telefon: 0049 3641 49-2733

Fax: 0049 3641 49-2704

Daniel Meier

Planungskoordinator Armutsprävention

Team Integrierte Sozialplanung

E-Mail: daniel.meier@jena.de

Telefon: 0049 3641 49-2758

Fax: 0049 3641 49-2704